Wahlprogramm der SPD Altenburg

Vier TrĂŒmpfe fĂŒr Altenburg

 

Altenburg 2030 – unsere Vision

Altenburg ist im Jahr 2030 eine Stadt mit einer lebendigen mittelstĂ€ndischen Wirtschaft und einem offenen und inklusiven FĂŒr- und Miteinander. Dies zeigt sich im alltĂ€glichen Leben und in den einzelnen Stadtteilen sowie im lĂ€ndlichen Raum.

2030 ist Altenburg auch eine positiv digitale Stadt, die allen Einwohnerinnen und Einwohnern einen vielfÀltigen Austausch ermöglicht, kulturelle und zivilgesellschaftliche Initiativen fördert, und kleinen und mittleren Unternehmen gute bis sehr gute Vernetzungsmöglichkeiten bietet.

Die Stadtentwicklung sichert unsere historische Substanz, schafft aber auch neue Entwicklungen fĂŒr Orte der Vielfalt und Begegnung und als soziale Treffpunkte. Arbeit, Kultur, Kunst, Sport und Freizeit sind die Anziehungspunkte, die attraktive Lebensmöglichkeiten fĂŒr die Stadt selbst und das Umland schaffen. Gerade junge Familien werden durch neue innerstĂ€dtische Eigenheimstandorte zum Zuzug ermutigt. Betreuungsangebote fĂŒr alle Generationen sichern die LebensqualitĂ€t in jedem Alter.

Neue Arbeitsformen, die heute nur in AnsÀtzen vorhanden sind, werden sozial und menschlich auch in Altenburg bestimmend sein. Digitalisierung ist keine Horrorvision, sondern integrierter Bestandteil von Leben und Arbeiten.

GrĂŒnderzentren (sogenannte „Ideen-Hubs“) und „Co-Workspaces“ bieten auch jungen Unternehmen ideale Startbedingungen und schaffen so neue ArbeitsplĂ€tze auch in Verbindung mit den umliegenden Hochschulen. Zugleich wird Altenburg den Ideenschub bestehender Unternehmen und unsere Gewerbetreibenden aktiv begleiten und passende ArbeitskrĂ€fte anlocken.

Eine einwohnerfreundliche Verwaltung mit hohem digitalem Anteil stellt den Menschen in den Mittelpunkt.

BĂŒrgermedien und neue Formen des Zugangs zum Internet, wie Freifunk, erhöhen die Informations- und VerweilqualitĂ€t.

Zu einer lebendigen Stadt gehört auch ein attraktives Verkehrskonzept mit einem hohen Grad an öffentlichem Personenverkehr (ÖPNV) und Fahrradwegen. Der Autoverkehr der Zukunft braucht die entsprechende Infrastruktur nicht nur auf der Straße, sondern auch ruhend und durch Ladestationen.

Parks und GrĂŒnflĂ€chen sind ein Ort des Verweilens in unserer wunderschönen Stadt. Wir beteiligen die Einwohnerinnen und Einwohner aktiv an der Gestaltung durch Patenschaften und die StĂ€rkung des Kleingartenwesen als Oasen und Begegnungsort.

Die Punkte des Programms sind ein Leitfaden und Rahmen, um der Vision fĂŒr Altenburg ein StĂŒck nĂ€her zu kommen. Die Politik der SPD wird stets auf die Ziele einer positiven Stadtentwicklung, Beibehaltung der reichen Kultur- und Sportlandschaft, die UnterstĂŒtzung der Einwohnerinnen und Einwohner sowie der Förderung des Tourismus ausgelegt sein. Damit wir auch noch nĂ€her an den Menschen sind, wollen wir den Kontakt zur Fraktion durch digitale und analoge Sprechstunden vor der Stadtratssitzung erweitern.

Um die Vision fĂŒr Altenburg zu gestalten, benötigt es ein Fundament, dass die Altenburger SPD aus den vier einzelnen TrĂŒmpfen „Stadtleben“ – „Kultur und Sport“ – „Altenburger Einwohnerinnen und Einwohner“ und „Tourismus“ zusammensetzt.

 

„Stadtleben“ der Altenburger SPD:

Ein leistungsfĂ€higer Mittelstand ist weiterhin die Grundlage fĂŒr die Zukunft unserer Stadt. DafĂŒr sollen weiterhin die Bereitstellung kommunaler Gewerbestandorte, der weitere Ausbau vorhandener Netzwerke und eine wirtschaftsorientierte Willkommenskultur in allen stĂ€dtischen und nicht stĂ€dtischen Verwaltungsstrukturen gewĂ€hrleistet sein.

Wir wollen neue Arbeitswelten voranbringen. Dazu entwickeln wir „Co-Workspaces“, welche wir an GrĂŒnderinnen und GrĂŒnder bzw. Unternehmen vermieten. Ebenso unterstĂŒtzt die Altenburger SPD die GrĂŒndung eines Technologie- und GrĂŒnderzentrums (sogenanntes „Ideen-Hub“). Hier sollen GrĂŒnderinnen und GrĂŒnder aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Start-Ups sowie Kleine und mittlere Unternehmen in Kontakt kommen.

Die Innenstadt soll zu einem Verkehrsbereich entwickelt werden, in dem es zu einer Gleichberechtigung zwischen Autos, FußgĂ€ngern und Fahrradfahrern kommt.

Außerdem wollen wir dafĂŒr Sorge tragen, dass die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, z.B. durch eine generelle Absenkung der Bordsteine an Überwegen und die Verbesserung der GehwegqualitĂ€t, erhöht wird.

Des Weiteren setzen wir uns fĂŒr eine moderne Stadtteilentwicklung ein. Es sollen weitere Eigenheimstandorte in Altenburg entwickelt werden.

Die Altenburger SPD setzt sich fĂŒr mehr Sitzgelegenheiten in der Innenstadt, den Wohngebieten und im Stadtwald ein.

Wir setzen uns dafĂŒr ein, dass es weiterhin ein funktionierendes zukunftsfĂ€higes Kleingartenwesen in Altenburg gibt. Der Regionalverband der KleingĂ€rtner wird von uns dabei unterstĂŒtzt, die Kleingartenanlagen weiterzuentwickeln.

Einzelne GrĂŒnflĂ€chen sollen auf Wunsch den Einwohnerinnen und Einwohnern zur Bepflanzung und Pflege ĂŒbergeben werden, so soll das Stadtbild durch das Engagement aller Menschen aktiv aufgewertet werden.

FĂŒr den Erhalt und die Unterhaltung der SpielplĂ€tze werden wir weiterhin finanzielle Mittel zur VerfĂŒgung stellen.

Die Altenburger SPD fordert eine PrioritĂ€tenliste der Straßensanierung fĂŒr die Zeit nach dem Wegfall der StraßenausbaubeitrĂ€ge. Gleichzeitig sehen wir auch PlĂ€tze der Stadt Altenburg, die in dieser Priorisierung hoch einzustufen sind. So sollte der Theaterplatz mit der Wiedereröffnung des Landestheaters im Jahr 2021 modernisiert werden. Der Bereich des Keplerplatzes bedarf ebenfalls einer Modernisierung.

Das Parkleitsystem der Stadt Altenburg muss eine Überarbeitung bzw. Erneuerung erfahren.

 

„Kultur und Sport“ sind zentrale Punkte fĂŒr das Zusammenleben der Altenburgerinnen und Altenburger.

Die Altenburger SPD unterstĂŒtzt das „Museumsquartier Schlossberg“ als museales Gesamtkonzept voranzubringen.

Das Theater Altenburg als 5-Sparten Theater soll als eine SĂ€ule der Kulturlandschaft in Altenburg erhalten bleiben.

Wir setzen uns fĂŒr die Spielewelt als Zukunftsinvestition der Stadt Altenburg ein.

Des Weiteren unterstĂŒtzen wir bestehende und neue Initiativen fĂŒr sozio-kulturelle Zentren in Altenburg.

Wir setzen uns fĂŒr die Aufstellung und Unterhaltung eines öffentlichen BĂŒcherschrankes ein.

Wir fordern Stadtteilfeste, z.B. in Altenburg-Nord.

Die StÀdtepartnerschaften sollen stÀrker gelebt werden.

Wir setzen uns dafĂŒr ein, dass die Altenburger Vereine im Zuge des jĂ€hrlichen Weihnachtsmarktes die Möglichkeit erhalten sollen, sich an einem Tag auf dem Altenburger Markt zu prĂ€sentieren.

Überregionale Sportveranstaltungen sollen unterstĂŒtzt und als AushĂ€ngeschild fĂŒr die Stadt vermarktet werden (z.B. Skatstadtmarathon, Lotto Ladies ThĂŒringen Tour).

Die Sportvielfalt muss erhalten bleiben. Dabei unterstĂŒtzen wir Kooperationen zwischen Schulen und Vereinssport.

FĂŒr den Erhalt und die Modernisierung der Altenburger SportstĂ€tten ist zwingend die Erstellung eines SportstĂ€ttenkonzeptes notwendig. Dabei liegt unser Augenmerk u.a. auf der Skatbankarena – dem grĂ¶ĂŸten Fußballstadion ThĂŒringens.

 

Altenburg als eine einwohnerfreundliche Kommune ist ein weiterer Bestandteil in unserem Wahlprogramm. Der dritte Trumpf „Altenburger Einwohnerinnen und Einwohner“ umfasst:

Die Digitalisierung der Verwaltung soll beschleunigt werden. Wir setzen uns fĂŒr die Schaffung einer digitalen und analogen Anlaufstelle („BĂŒrgerservice“) fĂŒr Einwohnerinnen und Einwohner ein. Dazu zĂ€hlt auch der Ausbau der Online-Angebote, so dass die Einwohnerinnen und Einwohner unabhĂ€ngig von Öffnungszeiten ihre Anliegen erledigen können.

Wir stehen zu unseren Feuerwehren. Deshalb ist fĂŒr uns der Erhalt der freiwilligen und der Berufsfeuerwehr unserer Stadt keine Frage.

Die Ordnungsbehörde muss besser ausgestattet werden, damit die Ordnung und Sicherheit unserer Stadt gewÀhrleistet bleibt.

Um den Zuzug zu erhöhen, setzen wir uns fĂŒr eine UmmeldeprĂ€mie in Höhe von 250 € ein.

Damit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiterhin gegeben ist, setzen wir uns fĂŒr leistungs- und zukunftsfĂ€hige Kindergartenstrukturen ein.

Wichtig ist uns eine bedarfsgerechte medizinische und pflegerische Infrastruktur weiterzuentwickeln.

Wir wollen kostenfreie Parkzonen erweitern. Ebenso wollen wir moderne Bezahlmöglichkeiten einfĂŒhren, um die Automatentechnik schrittweise zurĂŒckzubauen.

Das öffentliche WLan soll an öffentlichen PlĂ€tzen zur VerfĂŒgung stehen. DafĂŒr sind Freifunk- oder andere Konzepte zu prĂŒfen. Bestehende öffentliche WLan-Netze sollen angeglichen werden, um dadurch ein „Altenburg-WLan“ zu schaffen.

Wir setzen uns fĂŒr eine weltoffene Gesellschaft ein. Es ist fĂŒr uns wichtig, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner gemeinsam in Altenburg leben. Wir unterstĂŒtzen die Initiativen, die das Zusammenleben fördern und ein interkulturelles Zusammenleben sichern. Wir leben gemeinsam in unserer Stadt, egal, welcher Nation oder Religion man angehört.

Bildung bringt Zukunft, deshalb setzen wir uns fĂŒr eine breitgefĂ€cherte schulische Infrastruktur – von Grund- bis zu höheren Fachschulen - ein.

Mit weiteren Investitionen wollen wir die Lehr- und Lernbedingungen an unseren Schulen weiter verbessern. Die Informationstechnik soll dabei modernisiert und ausgebaut und die GebÀude barrierefrei hergerichtet werden.

Wir fordern, die Ortsteile besser durch den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an den Stadtkern anzubinden.

Wir setzen uns fĂŒr die Sicherung und offensive Weiterentwicklung der stĂ€dtischen Gesellschaften in kommunaler TrĂ€gerschaft ein.

Die Altenburger SPD fordert die aktive und offensive Vertretung in den interkommunalen Netzwerken.

 

Der letzte Trumpf heißt „Tourismus“. Unsere Forderungen:

Bei der touristischen Vermarktung der Stadt Altenburg setzen wir uns weiterhin fĂŒr die bestehende Struktur ein.

Die ÜbernachtungskapazitĂ€ten fĂŒr Touristen mĂŒssen erhöht werden.

Die Altenburger SPD setzt sich dafĂŒr ein, dass die Radwege besser ausgeschildert bzw. geschaffen werden.

Das Touristische Wegweisersystem soll erneuert und ergÀnzt werden.

FĂŒr das Areal am Großen Teich sehen wir mit der Errichtung einer Hockey-Anlage/Eisbahn neben der Skateranlage, einer Kleinsportanlage (z.B. Minigolfanlage) im Bereich des Caravan-Stellplatzes und der Erweiterung des Biotopes bei der Hellwiese eine Aufwertung zu einem grĂŒnen Naherholungs- und Erlebnispark.

Eine Erweiterung des Caravan-Stellplatzes als Tourismusmagnet soll vorangetrieben werden.

Die Altenburger SPD unterstĂŒtzt den Botanischen Erlebnisgarten als touristisches Ziel und setzt sich fĂŒr dessen Erhaltung ein.