SPD/Bündnis 90/Die Grünen: Ablehnung ist falsches Signal
von Alexander PaulicksDie Fraktion SPD/Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Altenburger Land kritisiert die Ablehnung ihres Antrags zur Änderung der Hauptsatzung durch CDU und AfD. Ziel des Vorschlags war es, die Verwaltung an veränderte demografische und finanzielle Bedingungen anzupassen, effizienter aufzustellen und den Haushalt spürbar zu entlasten.
Kern des Antrags war die Streichung der Stelle des hauptamtlichen Beigeordneten – eine Position, die bereits seit rund einem Jahr krankheitsbedingt unbesetzt ist, ohne dass es zu Einschränkungen in der Verwaltungsarbeit gekommen ist. Gleichzeitig hätte eine klarere Aufgabenverteilung die Effizienz weiter steigern können. Zudem stehen strukturelle Entlastungen an: Mit dem Übergang des Lindenau-Museum in einen Zweckverband ab 2027 entfällt ein wichtiger Aufgabenbereich, ebenso gehen die Fallzahlen im Bereich Migration und Asyl zurück. Ein Blick in andere Thüringer Landkreise zeigt, dass schlankere Verwaltungsstrukturen ohne hauptamtlichen Beigeordneten bereits erfolgreich funktionieren. Durch die vorgeschlagene Änderung hätten jährlich rund 120.000 Euro eingespart werden können. „Die Ablehnung durch CDU und AfD ist ein falsches Signal. Die Chance, Verwaltung effizienter und zukunftsfest aufzustellen und gleichzeitig den Haushalt zu entlasten, wurde vertan“, erklärt die Fraktion. SPD und Grüne kündigen an, sich weiterhin für eine moderne und finanzierbare Verwaltungsstruktur einzusetzen.
Alexander Paulicks
Fraktionsvorsitzender

