Sonntag, den 17. Januar 2010 um 16:24 Uhr

CDU-Fraktionschef Peter Müller im Blindflug

von  Torsten Rist
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4_t-rist_kleinJetzt ist es raus: Flugplatz-Geschäftsführung und Ryanair halten sich bedeckt, aber das Aufsichtsratsmitglied der FAN Peter Müller (CDU) poltert nun eine offiziell noch gar nicht getroffene Entscheidung raus. Wenn das mal keine wirtschaftsfeindliche Politik ist, wenn Aufsichtsratsmitglieder der Sitzung des Gremiums am Montag vorgreifen, bei der wahrscheinlich über die Zukunft der Edinburgh-Linie informiert wird.

Statt jeden Tag eine neue unsachliche und polemische Sau durchs Dorf zu treiben, wäre es bei der wichtigen Frage der Zukunft des Flugplatzes angebracht, eine sachliche und konstruktive Debatte zu führen. Davor scheut sich der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtrat aber scheinbar.

Die Fraktionäre der Christdemokraten sollten daher überlegen, ob der neue Vorstoß Müllers nicht eher ein Blindflug war. Auch Müller´s CDU muss begreifen, dass die Stadt Altenburg nicht über Gelddruckmaschinen verfügt. Nachdem P. Müller im letzten Jahr eine Nachhilfe im Fachgebiet „Baurecht und Architektur“ zuteil wurde, wäre nunmehr zu überlegen, ob man ihm eine solche in Betriebswirtschaft anbieten sollte.

Als einer der zwei SPD-Fraktionsmitglieder, die den Antrag zur Kündigung der Gesellschafteranteile an der FAN im November in den Stadtrat eingebracht haben, war es mir von Beginn an wichtig, dass die Diskussion sachlich geführt wird. Leider wurde der ursprünglich eingeschlagene Weg der Sachlichkeit mit der Einschaltung der Öffentlichkeit im Dezember verlassen. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass nicht das Wohl der Stadt Altenburg im Vordergrund steht, sondern dass einzelne Stadträte ihre persönlichen Befindlichkeiten in dieser Diskussion austragen.

Torsten Rist

SPD-Stadtrat